Wir über uns

Auf diesen folgenden Seiten werden Ihnen die Fragen Wer? Wo? Was? Wie? und Warum? beantwortet. Falls Sie noch mehr wissen wollen, kommen Sie zu unseren Infoveranstaltungen oder machen Sie einen Termin mit uns aus. Wir freuen uns auf Ihr Interesse!

 

WER? 

Privater Träger unserer Schule ist der Montessori-Förderverein für den Stadt- und Landkreis Amberg-Sulzbach e.V.

Die Schule ist staatlich genehmigt, unterliegt der Aufsicht der Regierung der Oberpfalz und wird zum Teil von der Regierung refinanziert.

Dem Förderverein steht ein fünfköpfiger Vorstand vor, der alle 2 Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt wird. Der ehrenamtlich arbeitende Vorstand hat eine Geschäftsführung mit den täglich auszuübenden Aufgaben betraut. Die Geschäftsführerin Frau Christine Wocheslander ist im Sekretariat zu sprechen. Um Terminvereinbarung wird gebeten.

Die Schule wird von der Schulleiterin Frau Conny Wrobel geleitet. Wieder bitten wir Sie, telefonisch vorab einen Termin zu vereinbaren.

Das pädagogische Team setzt sich zusammen aus 6 KlassenlehrerInnen, 6 ErzieherInnen als pädagogische Assistentinnen und einigen FachlehrerInnen.

In jeder Klasse arbeiten ganztägig eine Lehrkraft und eine Erzieherin/ein Erzieher zusammen

Wöchentlich findet eine Teamsitzung statt, in der grundlegende pädagogische und organisatorische Absprachen getroffen werden.

 

WO? [nach oben]

Die Montessori-Schule Amberg. Der Regenbogen befindet sich am Bürgermeister-Bartelt-Platz 2, 92224 Amberg. 

Dort haben wir verschiedene Fachräume eingerichtet. Es gibt einen gut ausgestatteten Computerraum mit 18 Rechnern und Internetanschluss, der von allen Klassen genutzt wird. In der neu eingerichteten Schulküche findet natürlich der Unterricht im Fach Soziales der Hauptschüler statt. Sie wird jedoch auch für besondere Aktionen genutzt, die unser Schulleben bereichern. Im Werkraum stellen vor allem die Schüler der Hauptschule tolle Werkstücke aus Holz her und lernen Grundbegriffe des technischen Zeichnens.

 

WAS? [nach oben]

Die Montessori-Schule Amberg ist eine Grund- und Hauptschule mit M-Zug. Es gibt 6 Regenbogenklassen.

Die Grundstufe bilden 2 jahrgangsgemischte Klassen mit Schülern von der 1. bis 3. Jahrgangsstufe.

Die Orientierungsstufe bilden 2 jahrgangsgemischten Klassen mit Schülern von der 4. bis 6. Jahrgangsstufe.

Die Spezialisierungsstufe bilden 2 Jahrgangsgemischte Klassen mit Schülern von der 7. bis zur 9. Jahrgangsstufe.

Die Lernziele der Grund- und Hauptschule mit M-Zug entsprechen den Zielen des bayerischen Lehrplans für Grund- und Hauptschule mit M-Zug. Darüber hinaus liegt ein besonderer Schwerpunkt unserer Schule auf der selbstständigen und eigenverantwortlichen Arbeit des einzelnen Schülers. Teamarbeit und soziale Kompetenz werden ebenso gefördert, wie die individuelle Leistung jedes Einzelnen.

Übertritt 

Nach der 4. bzw. 5.  Jahrgangsstufe können geeignete Schüler an eine weiterführende Schule übertreten. Sie nehmen dazu am Probeunterricht der jeweiligen Schule teil. Auf diesen Probeunterricht  bereiten sich die Schüler an unserer Schule gezielt vor. Dazu bekommen Sie Materialien und natürlich die Unterstützung des Lehrers.

Abschlüsse 

Mit dem Bestehen der 9. Jahrgangsstufe erhalten unsere Schüler den Hauptschulabschluss ohne an einer Prüfung teilnehmen zu müssen. Für den Hauptschulabschluss ist das Erreichen der Lernziele der 9. Jahrgangsstufe Voraussetzung. An unserer Schule machen die Schüler zusätzlich den Montessori-Abschluss, zu dem die Präsentation einer „Großen Praktischen Arbeit“ gehört. Jeder Schüler stellt zusammen mit einem Mentor eine „Große Praktische Arbeit“ her, dokumentiert den Herstellungsprozess in einer Mappe und erläutert dies am Präsentationsabend den geladenen Gästen mit einer Power-Point-Präsentation. Dafür wird ihm von einer Jury ein Zertifikat verliehen.
Unsere Hauptschüler können in der 9. Jahrgangsstufe an der Prüfung zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss teilnehmen. Diese Prüfung findet in Zusammenarbeit mit einer staatlichen Partnerschule in Amberg statt. Zur Vorbereitung auf den Quali bekommen die Schüler Materialien und Aufgaben und natürlich die Unterstützung des Lehrers.

Zum Schuljahr 2012/2013 haben wir mit einer M7 gestartet und wir haben in diesem Schuljahr zum ersten Mal eine M10. Im Sommer 2016 können unsere M10-Schüler somit zum ersten Mal an den Prüfungen für den Mittleren Bildungsabschluss teilnehmen. Diese Prüfungen werden auch an einer staatlichen Partnerschule stattfinden.

Zeugnisse 

Die individuelle Arbeit unserer Schüler erlaubt keine allgemeinen Proben. So gibt es an unserer Schule keine Noten und demzufolge auch keine Notenzeugnisse. Die Rückmeldung über seinen Leistungsstand bekommt jeder Schüler individuell täglich durch die Korrektur seiner Arbeiten und im Gespräch mit seinen Lehrern.

Im Halbjahr erhält jeder Schüler sein Zwischenzeugnis, einen Brief, an ihn persönlich, in dem ausführlich beschrieben ist, was der Schüler geleistet hat, wo er steht und woran er im 2. Halbjahr verstärkt arbeiten sollte.

Als Jahreszeugnis bekommt jeder Schüler sein IzEL (Informationen zum Entwicklungs- und Lernprozess). Dies ist eine von der bayrischen Staatsregierung genehmigte und verbindliche Zeugnisform für alle Montessori-Schulen in Bayern, die im Montessori-Landesverband zusammengeschlossen sind. Darin werden die Lernziele jedes Unterrichtsfaches aufgeschlüsselt und einzeln beurteilt, so dass sowohl Stärken als auch Schwächen des einzelnen Schülers deutlich sichtbar werden.

Diese IzELs sind in der 9. Jahrgangsstufe Grundlage dafür, dass das Schulamt den Hauptschulabschluss für unsere Schüler bestätigt. Wer den Quali macht bekommt ein staatliches Qualizeugnis mit der erreichten Note.

   

WIE? [nach oben]

Praxisorientierung

Die Schüler lernen und arbeiten in jahrgangsgemischten Klassen. Dabei ist uns die Praxisorientierung sehr wichtig. Natürlich stammen die Lernziele aus dem bayrischen Lehrplan für Hauptschulen und die Schüler bereiten sich auf den Hauptschulabschluss bzw. den qualifizierenden Hauptschulabschluss und den Mittleren Bildungsabschluss vor. Dennoch verlieren wir nie das eigentliche Ziel aus den Augen: Eine Lehrstelle zu bekommen und die geeignete Ausbildung machen zu können. So gehen unsere Schüler bereits ab der 5. Jahrgangsstufe ins Betriebspraktikum. Damit haben wir bereits sehr gute Erfahrungen gemacht, die Schüler sehen, worauf sie sich in der Schule vorbereiten, sie können sich besser in der zukünftigen Arbeitswelt orientieren und wissen zum Abschluss hin recht genau, welche Ausbildung sie machen wollen. Wie sich herausgestellt hat sind die Praktika für unsere Abschlussschüler eine große Chance, eine geeignete Lehrstelle zu finden.

Freiarbeit

Die Schüler wählen sich ihre Aufgaben selbst und erarbeiten sich viele Lernziele selbstständig mit Hilfe des Materialangebots. Die beiden Pädagogen in der Klasse beobachten diese Arbeit und helfen dort, wo es nötig ist. Gleichzeitig hat jeder Schüler stets die Möglichkeit sich bei Schwierigkeiten an die Lehrkräfte zu wenden, die dann ganz individuell auf den Schüler eingehen können. Um für unsere Schüler die Lernziele, die es zu erreichen gilt, zu strukturieren, haben wir eine Art Leitfaden entwickelt, den Roten Faden, der den Schülern genau aufzeigt, was es zu lernen gibt und wie das Ziel zu erreichen ist. Ziel und Weg sind dargestellt, die Entscheidung darauf hin zu arbeiten liegt beim Schüler. Jeder kann dort arbeiten, wo er gerade steht und erfährt die Unterstützung, die er braucht. Die beiden Pädagogen in der Klasse verstehen sich als Helfer, versuchen jedoch auch, jeden einzelnen zur Arbeit zu motivieren.

Alle Arbeiten des Schülers werden täglich korrigiert und, wenn nötig, mit ihm besprochen. Am Ende eines Schultages trägt jeder Schüler in sein Tagebuch ein, was er gearbeitet hat, wie er zurecht kam usw. Häufig findet auch eine Reflexion mit dem einzelnen Schüler statt, in der mit der Lehrkraft besprochen wird, wie der Arbeitstag war und wie es am folgenden Tag weitergehen soll.

Angebote 

Nicht jeder kann sich neue Unterrichtsinhalte selbstständig erarbeiten. Um neuen Lernstoff einzuführen oder schwierigere Zusammenhänge darzustellen macht die Lehrkraft täglich Angebote zu verschiedenen Themen, z.B. in Mathematik das Bruchrechnen, x-Gleichungen usw. oder  in der kosmischen Erziehung zum Mikroskopieren. Auch zu Übungszwecken, wie z.B. Textarbeit oder Diktat werden Angebote gemacht. Diese Angebote ergänzen die Freiarbeit und werden in jeder Klasse speziell auf den Lernstand abgestimmt.

Fachunterricht 

Einige Fächer werden von Fachlehrern als Fachunterricht gehalten. Dieser findet nicht im eigentlichen Klassenverband statt, meist sind die Gruppen jedoch trotzdem jahrgangsgemischt, so dass das Prinzip des sozialen Miteinanders und des Lernens voneinander gewahrt bleibt. So gestalten sich für die Schüler Religion bzw. Ethik, Sport und die praktischen Fächer Soziales, Technik und Wirtschaft.

Auch Englisch wird als Fachunterricht gegeben. Um den speziellen Ansprüchen gerecht zu werden, die das Erlernen einer Fremdsprache mit sich bringt, sind die Schüler hier jedoch in jahrgangshomogenen Gruppen zusammengefasst, d.h. nicht jahrgangsgemischt.

Hausaufgaben 

- oder selbst organisiertes Lernen zuhause. In der Hauptschule erwarten wir von jedem Schüler, dass er nachmittags ca. 1 Stunde für die Schule arbeitet. Jeder Schüler nimmt sich täglich selbst vor, was er in dieser Stunde arbeiten will, er organisiert seine Hausaufgaben selbst. Am Ende jedes Schultages wird die Arbeit für zuhause notiert und am folgenden Tag selbstständig abgegeben.

Leistungsdokumentation 

Wir schreiben keine Proben und es gibt auch keine Noten an unserer Montessori-Schule. Aber natürlich wird die Leistung des einzelnen Schülers dokumentiert, er lernt sich selbst einzuschätzen und bekommt auch von seinen Lehrkräften ganz individuell Rückmeldung über seine Leistungen. Dies geschieht im Roten Faden, wo sowohl der Schüler als auch die Lehrkraft zu jedem Lernziel eine Einschätzung des Leistungsstandes abgeben.

Als Halbjahreszeugnis bekommt jeder Schüler einen Brief, der an ihn persönlich gerichtet ist und in dem ausführlich steht, was er kann und woran er noch arbeiten muss. Zusätzlich bekommt er eine Einschätzung seines Arbeits- und Sozialverhaltens.

Das Jahreszeugnis der Montessori-Schule sind die IzEL (Informationen zum Entwicklungs- und Lernprozess). Dies ist eine Mappe, in der alle Lernziele aller Fächer aufgeschlüsselt sind und es wird angekreuzt, inwieweit ein Schüler diese Ziele erreicht hat. Natürlich kommt auch hier wieder das Arbeits- und Sozialverhalten dazu.

Zusammenarbeit mit Eltern 

Montessori-Pädagogik ist ein ganzheitliches Lernkonzept, das bedeutet, dass alle an der Erziehung beteiligten Personen sich bewusst für diesen Weg entscheiden und ihn gemeinsam mit dem Kind gehen. Die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus unserer Schüler ist uns sehr wichtig. Jede Lehrkraft an unserer Schule ist stets zu einem Gespräch bereit. Wir nehmen uns gerne Zeit für Sie und bitten Sie deshalb einen Termin für ein Elterngespräch mit uns abzusprechen. So werden Wartezeiten vermieden und die Gespräche können vorbereitet werden, was sie mit Sicherheit effektiver macht. Mindestens 3mal im Jahr findet in jeder Klasse ein Elternabend statt, an dem neben Montessori-Themen die Klassensituation, neue Lerninhalte und Projekte vorgestellt werden.

Wenn Sie sich für unsere Schule entscheiden, ist es wichtig, dass Sie unsere Pädagogik gut kennen und befürworten. Deshalb finden noch vor der Einschulung zwei Elternseminare statt, die Ihnen die Montessori-Pädagogik allgemein und natürlich die Umsetzung an unserer Schule verdeutlichen. Die Teilnahme daran ist verpflichtend.

      

WARUM? [nach oben]

Maria Montessori 

Geboren am 31.8.1870 in Chiaravalle, Provinz Ancona in Italien war sie die erste Frau, die in Italien Medizin studierte und Ärztin wurde. Aufgrund ihrer Beobachtungen von Kindern entwickelte sie ein Erziehungskonzept, die Montessori-Pädagogik, das auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit und eine Erziehung ohne Druck und Zwang abzielt, ohne jedoch Konsequenz und Regeln zu vernachlässigen. Maria Montessori gründete selbst Kinderhäuser und bildete persönlich viele ErzieherInnen und LehrerInnen aus. Sie war in vielen Ländern tätig, darunter natürlich Italien, Indien, Großbritannien, Holland usw. So ist die Montessori-Pädagogik heute eine weltweite Bewegung. Unter vielen, teilweise in Vergessenheit geratenen, reformpädagogischen Ideen hat die Montessori-Pädagogik heute noch ihre Gültigkeit, da das Konzept eine theoretische, d.h. wissenschaftliche Grundlage hat und von der lernpsychologischen Forschung immer wieder bestätigt wurde.

Literatur 

  • Maria Montessori, Kinder sind anders
  • Maria Montessori, Grundlagen meiner Pädagogik
  • Maria Montessori, Das kreative Kind
  • Maria Montessori, Die Entdeckung des Kindes
  • Maria Montessori, Schule des Kindes
  • Maria Montessori, „Kosmische Erziehung
  • Grundgedanken der Montessori-Pädagogik
  • Hans-Dietrich Raapke, Montessori heute
  • Barbara Esser, Christiane Wilde, Montessori-Schulen
  • Norma Kreuzberger, Erziehung zur Persönlichkeit, Praxis der Montessori-Pädagogik in der Sekundarstufe
 

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